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Plone 3 Theming von Veda Williams
Veda Williams Buch über das Erstellen von Designs in Plone spiegelt die aktuell etwas komplizierte Lage in der Infrastruktur des CMS wider. Während Viewlets und Portlets ausschließlich im Browser-Package im Rahmen der Zope-Komponentenarchitektur entwickelt und konfiguriert werden, können Stylesheets, Templates und Grafiken sowohl als Browser-Layers als auch als CMF-Layers im Skins-Ordner integriert werden. Für den Designer bedeutet dies, dass er an mehreren Orten und mit völlig unterschiedlichen Konzepten gleichzeitig arbeiten muss: im Skins- oder Browser-Verzeichnis seines Pakets und through-the-web im ZMI in portal_skins.
Leider ist die Autorin und mit ihr die beiden Gutachter, Denys Mishunov und Steve McMahon, wie die Errata auf plone.org zeigen, genau hier ein paar Mal durcheinandergekommen. In Kapitel 6 gibt es sogar einen längeren Absatz über Browser Pages, der nicht funktionierende Code-Beispiele enthält. Das ist natürlich für Einsteiger, die die im Buch abgedruckten Beispiele nachvollziehen möchten, frustrierend.
Und zu allem Überfluss gibt es mit Deliverance noch einen dritten von Plone unabhängigen Weg, eine Plone-Website zu gestalten. Während Williams die ersten beiden Möglichkeiten, Browser- und CMF-Layer, ausführlich beschreibt, wird Deliverance im letzten Kapitel nur angeschnitten.
Zudem verwirrt Williams den Leser an einigen Stellen, indem sie zwischen der Erstellung eines Designs im ZMI und der programmatischen Erstellung in einem Paket hin- und herspringt. Zwar lassen sich viele Dinge, die man im ZMI ausprobiert hat, später ins Paket exportieren, dem Leser wäre jedoch mit einer klaren Orientierung am programmatischen Ansatz mehr geholfen. Die Möglichkeiten, bei Bedarf schnell etwas im Webbrowser auszuprobieren und anzupassen, hätte man lieber in einem gesonderten Kapitel dargestellt. So weiß der Leser eigentlich nie, welchen Weg er einschlagen soll.
Wie auch in anderen Büchern üblich, erklärt Williams die verschiedenen Schritte, die durchgeführt werden müssen, um ein eigenes Plone-Theme zu erhalten, anhand eines Beispiels. Dies geschieht im Großen und Ganzen auch ausführlich und nachvollziehbar. Hilfreich sind hier vor allem die Kapitel, die sich mit Änderungen an Viewlets beschäftigen.
Als Fazit kann man festhalten, dass Williams Buch einen breiten Überblick gibt, im Detail aber nicht immer ganz zuverlässig ist, sodass man auf jeden Fall die Errata zu Rate ziehen sollte, wenn man nicht weiterkommt. Außerdem sind Einsteiger gut beraten, sich neben dem Buch auch mit der Online-Dokumentation auf plone.org zu beschäftigen. Und wer sich ernsthaft mit Plone-Theming beschäftigen will, wird um ein Training, eine Schulung oder einen Workshop zu diesem Thema nicht herumkommen.