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Frage

Wie konfiguriere ich mein Zope Startscript und wie ändere ich den Port auf dem Zope läuft?

Antwort

Zope kann mit verschiedenen Optionen gestartet werden. Ein Aufruf von python $ZOPE_HOME/z2.py --help gibt Auskunft über die möglichen Optionen. Diese können im Startscript unter $ZOPE_HOME/start dauerhaft eingetragen werden. Wichtig ist, dass der Zope Server mit �u user als Nicht-root-User gestartet wird. Mit dem Parameter �w port kann man den zope-eigenen Webserver (Medusa) auf einen anderen Port binden.

Wer seinen Zope unbedingt direkt auf die priviligierten Ports 80 (WWW) und 21 (FTP) binden möchte, findet hierzu unter $ZOPE_HOME/docs/SETUID.txt eine Anleitung, wie dies zu konfigurieren ist. Ansonsten kann man seinen Zope auch hinter einen Pound, Apache oder Squid hängen, um nach außen über Port 80 erreichbar zu sein. Siehe hierzu: Zope und Apache Sind auf dem eigenen Linux Server mehrere Netzwerkinterfaces/IPs aufgesetzt hat, kann Zope mit -a ipadresse an eine bestimmte IP binden. Wer im Zope Probleme mit der Darstellung deutscher Umlaute hat, sollte noch die Zeile -L "de_DE" bzw. -L "de_DE@euro" einfügen, um eine deutsche Locale zu setzen. Zope startet unter Linux/Unix standardmäßig mit -Z 1, einem separaten Überwachungsprozess, der Zope z.B. nach einem Crash automatisch neu startet. Mit -Z 0 kann dies bei Bedarf abgeschaltet werden (merke: bei älteren Zopes, muss der Überwachungsprozess händisch mit -Z crash.pid gestartet werden). Ein angepasstes Startscript könnte demnach so aussehen:

-X                      # vorab alles abschalten, was wir nicht brauchen! \
-D "$@"                 # startet Zope im Debug Modus \
-u zope                 # läuft als User zope \
-a 129.70.34.102        # wird nur an diese IP gebunden \
-w 8080                 # der Port für den Webserver ist 8080 \
-f 8021                 # FTP-Zugang \
-W 8088                 # WebDAV-Zugang (geht auch ohne) \
-l /var/log/            # das Z2.log soll unter /var/log/ liegen \
-t 10                   # wir starten Zope mit 10 Threads \
-L "de_DE"              # ist wird de_DE als locale verwendet \

Anmerkung: nach jeder Zeile muss ein \ (Backslash) stehen und zwar auch, wenn die # (Kommentare) weggelassen werden.

Mit der Option -X schaltet man im Prinzip alle Serverdienste ab, die man nicht braucht. Um als beispielsweise nur den Medusa-Webserver auf Port 8484 laufen zu lassen, reicht ein "-X -w 8484". Ab Zope 2.6 wird der Überwachungsprozess standardmäßig von Zope gestartet. Ein -Z /var/run/crash.pid ist damit nicht mehr nötig. Zope legt die PID in $ZOPE_HOMES/var/Z2.pid ab.

Wenn eine INSTANCE_HOME Umgebungsvariable definiert wurde, ist es zudem möglich, die Zope Kerninstallation sauber von selbst installierten Drittprodukten zu trennen. Dies ist insbesondere bei Zope Updates sehr nützlich. Weitere Informationen hierzu finden sich in doc/ ENVIRONMENT.txt.

Achtung: Dieses FAQ gilt für alle Zope Versionen vor Zope 2.7. Ab Zope 2.7 erfolgt die Konfiguration ausschließlich über die Konfigurationsdatei etc/zope.conf.

Anregungen zu dieser FAQ bitte an mschopen at dzug org


Letzte Änderung: 30.04.2006 • Autor: ajung